Zum Hauptinhalt springen

Veröffentlicht am 4. September 2026

Versorgungslage

Hier erfahren Sie, wie die Wirtschaftliche Landesversorgung WL die aktuelle Versorgungslage der Schweiz in den WL-Bereichen Ernährung, Energie, Heilmittel, IKT, Logistik und Industrie beurteilt.

Lagebericht der Wirtschaftlichen Landesversorgung

Alle Informationen zur aktuellen Versorgungslage finden Sie in dem unten stehenden Lagebericht. Er wird regelmässig aktualisiert.

Rheinschifffahrt

Aktuelle Lage

Weiterführende Informationen

Die anhaltende Trockenperiode führt zu Niedrigwasser auf dem Rhein. Dadurch können die Schiffe nur noch mit stark reduzierter Ladung oder gar nicht mehr verkehren, was die Transportkapazitäten auf dem Rhein für den Import von lebenswichtigen Gütern (bspw. Mineralölprodukte, Nahrungs- und Futtermittel, Dünger) in die Schweiz erheblich einschränkt.

Entstehende Engpässe bei den Transportkapazitäten sowie deren Auswirkungen lassen sich bis zu einem gewissen Grad durch andere Verkehrsträger (insbesondere Schiene, Strasse oder Pipeline), durch entsprechende Reserven der jeweiligen Unternehmen sowie – sofern ausreichende Inlandkapazitäten vorhanden sind – durch eine Ausweitung der inländischen Produktion kompensieren.

TBDUS bei Pflichtlagern für Protein-Futtermittel

Der Import der Protein-Futtermittel ist wegen des Niedrigwassers auf Rhein und Donau seit Wochen stark eingeschränkt. Erschwerend hinzu kommt, dass wegen der anhaltenden Trockenheit weniger Raufutter verfügbar ist, weshalb die Landwirte teilweise mehr Proteinfutter beimischen. Damit trifft ein erhöhter Bedarf an Proteinträgern auf eine gleichzeitig eingeschränkte Import- und Versorgungssituation. Zusätzlich ist die Versorgung mit Proteinträgern stark von vorgelagerten Verarbeitungsschritten abhängig. Auch diese Verarbeitungskette ist von den derzeitigen Logistikstörungen betroffen.

Der Delegierte für wirtschaftliche Landesversorgung hat für Proteinträger zu Futterzwecken ab 1. September 2026 eine temporäre Bedarfsdeckungsunterschreitung (TBDUS) bewilligt. Damit dürfen bis spätestens Ende Februar 2027 maximal 20% (fast 16’000 Tonnen) der Gesamtmenge aus den Pflichtlagern bezogen werden.

Derzeit ist die Versorgung der Schweiz mit lebenswichtigen Gütern trotz der Einschränkungen der Transportkapazitäten auf dem Rhein gewährleistet.

Die Akteure der Wirtschaftlichen Landesversorgung verfolgen die Entwicklung laufend.

WL-Massnahmen Logistik

Schweizerische Rheinhäfen - Port of Switzerland

BAFU: Trockenheitsbulletin

Iran-Krieg

Aktuelle Lage

Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus ist weiterhin eingeschränkt. Gleichzeitig attackieren die Huthi-Rebellen Schiffe, die die Meerenge Bab al-Mandab passieren sowie Öl-Einrichtungen in Saudi-Arabien. Weiterhin gilt, dass die Normalisierung der globalen Versorgungsströme nach einem nachhaltigen Ende der militärischen Aktivitäten im Persischen Golf Monate dauern wird (Reparatur und Wiederinbetriebnahme der Energieinfrastrukturen; Wiederaufbau Logistikketten). Aufgrund der tiefen Rheinpegel bleibt die Versorgungslage bei Benzin und Dieselöl angespannt.

Die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten haben derzeit keine direkten Auswirkungen auf die Warenverfügbarkeit für den Monat September. Insbesondere dank höheren Importen über die Bahn, leichtem Bestandesabbau und einer verhaltenen Nachfrage, ist die Versorgung der Schweiz mit allen Mineralölprodukten sichergestellt, sofern es bei den übrigen Verkehrsträgern (Bahn, Strasse, Pipeline) und bei der Inlandproduktion (Raffinerie Cressier) keine Einschränkungen gibt.

Die Akteure der Wirtschaftlichen Landesversorgung beobachten zusammen mit den Branchen die Situation genau. Siehe auch hier: Pflichtlagersortiment.

FAQ

Mineralölversorgung und Pflichtlager

Weitere Pflichtlagerwaren

Ernährung

Dünger

Heilmittel und Medizinprodukte

Industrie

Weiterführende Informationen

WL-Massnahmen Erdöl

Pflichtlagersortiment Energie

CARBURA

Bundesamt für Energie BFE

Avenergy Suisse

Internationale Energieagentur IEA