Die Schweiz unterstützt die Bekämpfung der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo
Bern, 26.05.2026 — Die Demokratische Republik Kongo (DRK) ist erneut von einem Ebola-Ausbruch betroffen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stellt 3 Millionen Franken zur Verfügung, um die Ausbreitung der Epidemie zu bekämpfen. Davon gehen 2 Millionen an die Weltgesundheitsorganisation.
Die Demokratische Republik Kongo (DRK) ist erneut von einem Ebola-Ausbruch betroffen, der durch das Bundibugyo-Virus ausgelöst wurde. Bisher haben die kongolesischen Behörden über 900 Verdachtsfälle (davon 100 bestätigt) und 220 Todesfälle (davon 10 bestätigt) gezählt. Derzeit sind vor allem die Provinzen Ituri sowie Süd- und Nord-Kivu im Osten des Landes betroffen. Die bewaffneten Konflikte in dieser Region haben grosse Fluchtbewegungen zur Folge, was die Ausbreitung des Virus erleichtert und die Bereitstellung von Hilfsgütern erschwert.
Vor diesem Hintergrund hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) beschlossen, 3 Millionen Franken zur Verfügung zu stellen, um die Ausbreitung der Epidemie zu bekämpfen. Aus ihrem Nothilfefonds überweist die DEZA 2,04 Millionen Franken an die in Genf ansässige Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Mittel sind für die Koordination eines medizinischen Notfallteams und die Unterstützung mit Fachwissen und Laborausrüstung bestimmt.
Eine halbe Million Franken ist für die Unterstützung eines Programms für Mütter- und Kindergesundheit in Süd- und Nord-Kivu vorgesehen. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen Beitrag im Rahmen einer laufenden Partnerschaft der DEZA, der es den Gemeinden dieser Provinzen erlauben soll, die epidemiologische Überwachung, die Prävention und die Behandlung von Erkrankten zu gewährleisten. Die restlichen 400 000 Franken gehen an ein laufendes MEDAIR-Projekt zur Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten in den Provinzen Ituri und Nord-Kivu. Die Nothilfemittel der DEZA sind Teil des ordentlichen Budgets der humanitären Hilfe der Schweiz.
Des Weiteren will die DEZA zwei Fachkräfte des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe an die UNO-Organisationen entsenden, die darum ersucht haben. Das Kooperationsbüro der DEZA in Bukavu verfolgt die Entwicklung der Lage und kümmert sich um die Umsetzung der Schweizer Hilfe.