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Auf dieser Seite finden Sie die Publikationen, weiterführenden Links und FAQ des Fachbereichs Ernährung.
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Die Volkswirtschaft: Was ist Versorgungssicherheit aus Sicht der Ernährung?
Ernährungssicherheit der Schweiz
FAQ
Die Versorgung mit lebenswichtigen Nahrungsmitteln ist derzeit sichergestellt. Die Inlandproduktion trägt wesentlich zur Versorgung der Schweizer Bevölkerung bei. Gleichwohl sind Importe für die Versorgung notwendig. Sollte es zu Engpässen kommen, dann stehen in der Schweiz Pflichtlager für Grundnahrungsmittel zur Verfügung (siehe Bericht zur Vorratshaltung).
Ja, ein Notvorrat ist sinnvoll und empfehlenswert. Bereits lokale Ereignisse, Wasserverschmutzungen oder Stromausfälle können die Versorgung mehrere Tage unterbrechen. Ein privater Notvorrat wirkt unmittelbar und wird allen Haushalten dringend empfohlen.
Die global pro Kopf verfügbare Landwirtschaftsfläche sinkt aufgrund des Bevölkerungswachstums. Die weltweite Produktion von Nahrungsmitteln steigt jedoch weiterhin, sodass das Angebot auf dem Weltmarkt zumindest kurz- bis mittelfristig als stabil beurteilt werden kann – vorausgesetzt, landwirtschaftliche Produktionsmittel wie Saatgut und Energie bleiben konstant verfügbar und Ertragsausfälle aufgrund zunehmender Extremwettereignisse wie Hitze und Trockenheit treten nur begrenzt auf.
Auch in der Schweiz sinkt die Landwirtschaftsfläche pro Kopf. Die Abnahme der pro Einwohnerin und Einwohner verfügbaren Landwirtschaftsfläche gehört zusammen mit den zunehmenden Extremwetterereignissen und der Ausbreitung von Schaderregern zu den aktuell grössten Herausforderungen der Schweizer Ernährungssicherheit. Die Expertinnen und Experten der WL erachten es deshalb als wichtig, nachhaltig mit den verfügbaren Ressourcen wie Land, Wasser und Energie umzugehen. Unerlässlich ist auch die Erforschung und effektive Umsetzung von Anpassungs- und Eindämmungsmassnahmen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Züchtung von Kulturpflanzen, die gegenüber Trockenheit, Krankheiten und Schaderregern resistent sind. Im Falle einer raschen Beeinträchtigung der Ernährungssicherheit zum Beispiel durch Schadorganismen sind auch chemische Pflanzenschutzmittel weiterhin eine Option zur Sicherung der Erträge.
Ja, über den Rhein werden viele Produktions- und Nahrungsmittel transportiert. Bei extremem Niederschlag (Hochwasser) oder einer Dürre wird der Transportweg schnell eingeschränkt. Die Logistik kann in diesen Fällen auf Alternativwege über die Strasse oder die Schiene ausweichen.
Dazu wurde vor einigen Jahren eine grundlegende Abklärung in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Verbänden durchgeführt. Die Studie kam zum Schluss, dass keine Massnahmen zu ergreifen sind, da die inländische Produktion – die in Normalzeiten mehrheitlich für den Export produziert wird – die einheimische Nachfrage um ein Vielfaches übersteigt.
Falls im Inland eine Störung auftritt, so dass nicht mehr genügend produziert werden kann oder der Bedarf an Säuglingsnahrung deutlich steigt, ist davon auszugehen, dass auf dem Weltmarkt genügend Produkte vorhanden sind, um den nationalen Bedarf sicherzustellen.
Ja, Artikel 30 des Landesversorgungsgesetzes (SR 531) hält fest, dass insbesondere die Fruchtfolgeflächen (FFF) für eine ausreichende Versorgungsbasis mit Nahrungsmitteln in schweren Mangellagen erhalten werden müssen.
Weitere Informationen: Sachplan Fruchtfolgeflächen (FFF)