Trinkwasser

Damit jederzeit genügend Trinkwasser zur Verfügung steht, braucht es eine gut funktionierende Infrastruktur. Diese bringt ausreichend Wasser in guter Qualität zu den Konsumentinnen und Konsumenten, auch in schweren Mangellagen. Geregelt wird das in der Verordnung zur Trinkwasserversorgung in schweren Mangellagen (VTM).

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Aktuell

Genug Trinkwasser in schweren Mangellagen

Der Bund unterstützt mit einer Broschüre die Kantone, Gemeinden und Wasserversorger bei der Umsetzung der Verordnung über die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in schweren Mangellangen (VTM). Besonders in kleineren Gemeinden besteht vielerorts Handlungsbedarf. Es ist noch zu wenig für die Notversorgung mit Trinkwasser unternommen worden.

Die überarbeitete Verordnung ist seit Oktober 2020 in Kraft. Sie sieht unter anderem vor, dass die Bevölkerung in einer schweren Mangellage ab dem vierten Tag mindestens vier Liter Trinkwasser pro Tag und Person erhalten muss. In den ersten drei Tagen muss sich jede und jeder selber mit Trinkwasser aus dem privaten Notvorrat versorgen.

Die Broschüre zeigt den Betreibern von Trinkwasseranlagen und den Behörden, wie sie die Trinkwasserversorgung für schwere Mangellagen besser vorbereiten können. Die Wasserversorgung in der Schweiz funktioniert zwar bisher weitestgehend störungsfrei. Klimawandel, zunehmende Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft und Wasserversorgern und sich ausbreitende Siedlungen bergen aber Risiken für Engpässe.

Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in schweren Mangellagen (PDF, 2 MB, 10.08.2021)

Verordnung über die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in schweren Mangellagen (VTM)

(10.08.2021)

Die trockenen Sommer 2003, 2015 und 2018 haben deutlich gemacht, dass eine funktionierende Trinkwasserversorgung auch im Wasserschloss Schweiz nicht selbstverständlich ist. Zudem stellt die vielfältige Nutzung des Wassers eine Herausforderung dar: So stehen die Landwirtschaft und die sich ausbreitenden Siedlungen in Konflikt mit den Anforderungen des Gewässerschutzes und den Wasserversorgern.

Ziel der Verordnung zur Trinkwasserversorgung in schweren Mangellagen ist es, dass die Bevölkerung auch im Fall einer schweren Mangellage mit ausreichendem Trinkwasser versorgt werden kann. Dazu stellen die Kantone in Zusammenarbeit mit ihren Gemeinden und den Wasserversorgern sicher, dass die Regionen über verschiedene Wasserbezugsorte versorgt werden oder miteinander vernetzt sind. Bei Trockenheit oder beschädigter Versorgungsinfrastruktur kann so sichergestellt werden, dass von verschiedenen Anlagen Wasser bezogen werden kann und damit genügend Wasser für die Versorgung vorhanden ist.

Die Bevölkerung muss gemäss Verordnung in schweren Mangellagen ab dem 4. Tag mindestens 4 Liter Trinkwasser pro Tag und Person erhalten. Die Krisenorganisation der Gemeinde betreibt diese Notversorgung, bis die Wasserversorgung über das Netz wieder normal funktioniert. Mit einem Notvorrat, zu dem auch Trinkwasser gehört, muss sich die Bevölkerung in den ersten drei Tagen selber mit Wasser versorgen können.

Betreiber von Wasserversorgungsanlagen sind verpflichtet, ihre Anlagen vor Fremdeinwirkung wie Sabotage zu schützen. Sie müssen über zwei Bezugsorte verfügen, damit die Versorgung der Bevölkerung immer sichergestellt ist. Auch müssen sie die Qualität des Trinkwassers während eine Mangellage vermehrt überprüfen.

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 10.08.2021

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