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Der Energiebedarf der Schweiz wird heute zu rund 90 % durch Erdöl, Elektrizität und Erdgas gedeckt. Knapp 80 % der Energie muss in der einen oder anderen Form aus dem Ausland eingeführt werden.

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Aktuell

Bundesrat und Branche stärken Gas-Beschaffung und bereiten sich auf mögliche Mangellagen vor

Die Versorgungssituation in Europa hat sich vor allem im Gasbereich weiter verschärft. Der Bundesrat hat den Stand der Beschaffung der Winter-Gasreserven und das Bewirtschaftungskonzept zur Kenntnis genommen. Zudem hat er sich über den Stand der Vorbereitungen auf eine mögliche Gas- oder Strommangellage informiert.

Die Schweiz hat keine eigenen Gasspeicher und ist daher vollständig auf Importe angewiesen. Bis zu drei Viertel der Gaslieferungen in die Schweiz erfolgen via Deutschland. Von Gasengpässen in der EU und insbesondere in Deutschland wäre deshalb auch die Schweiz betroffen. Können die Speicher nicht entsprechend den Plänen gefüllt werden, lässt sich eine Mangellage im kommenden Winter nicht ausschliessen.

Seit März 2022 arbeiten der Bundesrat und die Schweizer Gasbranche gemeinsam intensiv daran, die Gasversorgung der Schweiz für den kommenden Winter durch Speicherkapazitäten in den Nachbarländern und Optionen für zusätzliche Gaslieferungen zu stärken. An seiner Sitzung vom 29. Juni 2022 hat der Bundesrast den Stand der Beschaffung und das dazugehörende, fertiggestellte Konzept zur Kenntnis genommen.

Auf Mangellagen vorbereiten

Mittels Szenarien bereitet der Bundesrat sich ferner zusammen mit den zuständigen Verwaltungseinheiten, den Kantonen und der Energiebranche auf eine mögliche Gas-  oder Strommangellage vor. Auch im Strombereich ist in der Schweiz die Wahrscheinlichkeit einer Mangellage gestiegen (mehr zur Versorgungslage hier). Der Bundesrat nahm nun den Stand dieser Vorbereitungen zur Kenntnis. Dazu gehören die Eckpunkte des Bewirtschaftungskonzepts für den Gasbereich. Dieses Konzept regelt, wer von Kontingentierungen betroffen wäre.

Medienmitteilung: Energie: Bundesrat und Branche stärken Gas-Beschaffung und bereiten sich auf mögliche Mangellagen vor

Organigramm Organisation Versorgungssicherheit Energie 2022ff (PDF, 226 kB, 29.06.2022)

Faktenblatt Energie (PDF, 445 kB, 29.06.2022)

Faktenblatt Gas-Mangellage (PDF, 534 kB, 29.06.2022)

Faktenblatt Strom-Mangellage (PDF, 464 kB, 29.06.2022)

(29.06.2022)

Aufgrund der Abhängigkeit unserer Gesellschaft von diesen Energieträgern ist es das Ziel der WL, die Versorgung möglichst widerstandsfähig zu machen. Sollte es trotzdem zu einer Mangellage kommen, wird bei den fossilen Energieträgern zum Beispiel mittels Pflichtlagereinsatz eine Vollversorgung angestrebt, gefolgt von einer schrittweisen Reduktion der Nachfrage. Bei der Elektrizität hingegen muss der Verbrauch sehr viel schneller eingeschränkt werden, um Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten.

Um eine ausreichende Versorgung auch in einer schweren Mangellage aufrechtzuerhalten, hat die WL für jeden der vier Energieträger verschiedene Massnahmen vorbereitet. Sie können sowohl auf der Angebots- (zum Beispiel durch Pflichtlagerfreigaben) als auch auf der Nachfrageseite (zum Beispiel durch eine Kontingentierung) ansetzen.

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 29.06.2022

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