Coronavirus

FAQ zur wirtschaftlichen Landesversorgung

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Haben Sie Fragen aus Sicht eines Unternehmens? Antworten finden Sie unter diesem Link.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Versorgung? Antworten finden Sie nachfolgend:

Heilmittel

  • Sind die Medikamente, die für die Versorgung der Bevölkerung wichtig sind, vorhanden?
    Die Versorgung mit Arzneimitteln ist gewährleistet, Import und Produktion verlaufen normal. Es können mehr Medikamente geliefert werden, die für COVID-19-Patienten wichtig sind. Der Fachbereich Heilmittel der WL kontrolliert bei ausgewählten Produkten wöchentlich die Situation und vergleicht sie mit den Entwicklungen bei den COVID-19-Zahlen. Somit könnte die WL rechtzeitig auf Veränderungen hinweisen und gegebenenfalls erneut eingreifen.
    Medikamente im Spitalbereich - wie zum Beispiel Narkosemittel, Antibiotika und Opiate - wurden aufgrund von COVID-19 knapp, da mehr Medikamente gebraucht wurden. Deshalb wurden diese Medikamente kontingentiert d.h. die Menge pro Spital wurde vom Bund vorgegeben. Durch diese Massnahme konnte die Versorgung durchgehend aufrechterhalten werden.

  • Weshalb bleibt der Medikamentenverkauf eingeschränkt?
    Die Nachfrage nach bestimmten Medikamenten hatte zu Beginn der COVID-19-Krise massiv zugenommen. Die Geschäfte wurden mehrmals täglich beliefert. Doch die Nachfrage war so gross, dass trotzdem gewisse Produkte in den Apotheken oder Drogerien vorübergehend knapp wurden. Zur Sicherstellung einer gleichmässigen, flächendeckenden Versorgung beschloss der Bundesrat deshalb, die Abgabemengen pro Verkauf bei bestimmten Medikamenten einzuschränken. In der Zwischenzeit hat sich die Versorgungssituation wieder verbessert, und die Nachfrage hat abgenommen. Die Abgabebeschränkung ist befristet und kann nicht vor dem 18. September 2020 ausser Kraft gesetzt werden.

  • Alle Länder brauchen nun dieselben Medikamente. Was heisst das für die Schweiz?
    Die Produktion von Medikamenten ist heute global organisiert und findet an wenigen Orten auf der Welt (oft in Asien) statt. Durch die Pandemie werden weltweit massiv mehr Medikamente gebraucht. Eine entsprechende Produktionssteigerung ist bei den meisten Firmen nicht möglich, gewisse Produktionen mussten wegen COVID-19-Massnahmen (Abstandsregeln) sogar reduziert werden, und die ohnehin schon knappen Lager wurden grösstenteils geleert. Dadurch sind nur kleinere Mengen auf dem Markt erhältlich, und es kommt teilweise zu Engpässen in der Versorgung.

  • Zurzeit gibt es Desinfektionsmittel im Handel. Hat die Schweiz genug Ethanolreserven, um Desinfektionsmittel herzustellen, wenn die COVID-19-Fälle wieder zunehmen sollten?
    Das BWL strebt eine Lösung zur Lagerhaltung von Ethanol an, so dass zusätzliche Ethanolreserven vorhanden sind, sollten die Erkrankungen und somit der Bedarf an Desinfektionsmitteln wieder sehr stark zunehmen.

Weiterführende Informationen:
Heilmittel
Link für Anbieter von Schutzmaterial
SRF Espresso 18.05.2020: Was ist eigentlich Ethanol?

Logistik

  • Beeinträchtigt das Corona-Virus die Logistik weltweit und somit in der Schweiz?
    Der internationale Verkehr mit Fernost ist zurückgegangen. Die Produktion in Asien nimmt nun wieder zu und es wird auch wieder mehr Ware transportiert. Im Vergleich zu vor der Krise trifft aber weniger Ware in Europa ein. Dadurch gibt es mehr freie Kapazitäten in europäischen Häfen und auch beim Weitertransport in die Schweiz (wie bspw. bei der Rheinschifffahrt, den Umschlagterminals). Der grenzüberschreitende Bahnverkehr funktioniert zurzeit ohne Einschränkungen. Beim Strassenverkehr hat es teilweise Wartezeiten an den Grenzen gegeben. Deshalb hat der Zoll sogenannte «green lanes» eingeführt. Diese sind für den Transport von versorgungsrelevanten Gütern reserviert und bleiben auch während der normalen Lage in Kraft.(Eidg. Zollverwaltung, Richtlinie 10-27 Benutzung von vorrangigen Fahrspuren im Strassenverkehr (sogenannte «Green Lanes») für bestimmte Warenkategorien). Der Güterverkehr innerhalb der Schweiz funktioniert ohne Einschränkungen.

Weiterführende Informationen:
Logistik

Ernährung

  • Der Ansturm auf die Lebensmittel ist vorbei, die Regale längst wieder aufgefüllt - sind in den nächsten Wochen Engpässe bei der Nahrungsmittelversorgung zu erwarten?
    In der Schweiz hat sich die Situation beruhigt. Der WL sind keine Probleme bei der Produktion, dem Import oder der Verarbeitung von Nahrungsmitteln in der Schweiz bekannt.
    SRF ECO 06.04.2020: Genügend Nahrung - zu wenige Medikamente

  • Die Schweiz importiert rund die Hälfte der Nahrungsmittel. Gewisse Länder, darunter auch weltweit wichtige Nahrungsmittelproduzenten, sind nach wie vor von der Pandemie stark betroffen. Wie beeinflusst dies die Versorgung der Schweiz?
    Betreffend die Versorgungssituation haben die Teilnehmer des Agrarmarkt-Informationssystems (AMIS) am Treffen vom 28. Mai 2020 die weltweiten Auswirkungen von COVID-19 auf die Ernährungssicherheit diskutiert. Sie schätzen, dass insbesondere die Rezession den Zugang zu Nahrungsmitteln für die ärmeren Bevölkerungsschichten erschweren wird.

Weiterführende Informationen:
Lebensmittel
Notvorrat
Grundlagendokumente

Energie

  • Die Corona-Krise hatte zum Teil Auswirkungen auf die Versorgung in der Schweiz. War die Energieversorgung tatsächlich nicht gefährdet?
    Die Versorgung der Schweiz mit den verschiedenen Energieträgern war jederzeit sichergestellt, eine Änderung der Versorgungssituation ist auch nicht absehbar. Die Energieversorgungsunternehmen waren und sind als Betreiber kritischer Infrastrukturen gut auf Notsituationen vorbereitet und können auf Pandemiepläne zurückgreifen. Mittels dieser können die Unternehmen den Betrieb aufrechterhalten, auch wenn viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichzeitig krank werden und ausfallen. Die WL ist stets in engem Kontakt mit den Energieversorgern und verfolgt die Entwicklung der Versorgungslage genau. Für den Fall eines Engpasses hat die WL verschiedene Massnahmen vorbereitet – siehe Massnahmenübersicht Bereich Energie.

Weiterführende Informationen:
Energie

IKT

  • Viele arbeiten seit Wochen im «Home Office». Mussten die IKT-Systeme an die Telearbeit angepasst werden und falls ja wie?
    Einerseits mussten sich Unternehmen anpassen, andererseits auch die Telekomanbieter.
    Da bisher «Home Office» in der Schweiz nicht die Regel war, mussten sich die Unternehmen zuerst diesbezüglich umorganisieren: Die meisten Unternehmen mussten dazu die Anzahl der Zugriffe, die die VPN-Systeme und Server empfangen können, anpassen. Danach konnten die Mitarbeitenden den Grossteil ihrer Aufgaben von zu Hause aus erledigen.
    In den ersten Tagen kam es zu Netzüberlastungen. Doch diese konnten von den Telekomanbietern behoben werden. Sie verfügen über genügend Bandbreite, um eine schweizweite berufliche und private Nutzung (Streaming etc.) zu ermöglichen. Zu keinem Zeitpunkt waren Massnahmen der WL erforderlich.

Weiterführende Informationen:
IKT

 

Letzte Änderung 08.07.2020

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